„Reichsdiplomatin“: Berufung verworfen

Da die selbsternannte „Reichsdiplomatin“ Tina Wendt erneut nicht vor Gericht erschien, wurde am Gründonnerstag ihre Berufung gegen eine Verurteilung durch das Amtsgericht Bückeburg vom Landgericht Bückeburg verworfen.

Gegen die selbsternannte “Reichsdiplomatin” Tina Wendt hatte das Amtsgericht Bückeburg einen Strafbefehl erlassen: Gesamtgeldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 13,- EUR wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Kennzeichenmißbrauchs.

Hiergegen hatte sie Einspruch eingelegt, war jedoch zur am 07.02.2011 anberaumten Verhandlung nicht erschienen, weshalb ihr Einspruch vom Amtsgericht Bückeburg verworfen worden war (angereichert berichtete).

Da Wendt daraufhin in Berufung gegangen war, stand am 21.04.2011 diese Verhandlung auf dem Terminplan der 7. Kleinen Strafkammer des Landgerichts Bückeburg. Zum Tatvorwurf hieß es in der Ankündigung des Termins auf der Internetseite des Landgerichts:

Ihr wird vorgeworfen, am 14. September 2010 in Bückeburg einen Pkw im öffentlichen Straßenverkehr gesteuert zu haben, obwohl sie wusste, dass sie keine Erlaubnis hierfür besaß. Außerdem soll ihr Pkw am 19. September 2010 in Obernkirchen und in Bückeburg im Bereich öffentlichen Verkehrsraumes festgestellt worden sein, wobei das Fahrzeug mit einem Phantasiekennzeichen ausgestattet gewesen sei. Es sind keine Zeugen geladen <4 Ns 509 Js 7468/10 (18/11)>.

Während über die Verhandlung vor dem Amtsgericht noch die regionale Presse berichtet hatte, ist die Berufungsverhandlung allem Anschein nach unbeachtet geblieben – oder sie wurde nicht als berichtenswert erachtet.

Aus einer E-Mail des „reichsdeutschen Pantoffelhelden“ Volker Köhne vom 22.04.2011 – die auf einer einschlägigen „Internetseite veröffentlicht wurde – geht jedenfalls hervor, daß weder Tina Wendt noch ihr Rechtsanwalt zur Berufungsverhandlung erschienen seien. Daher sei nun auch die Berufung verworfen worden.

Siehe dazu bereits bei angereichert:

Geldstrafe für “Reichsdiplomatin”

Nachtrag vom 30.04.2011:

Am 29.04.2011 berichteten die „Schaumburger Nachrichten“ über Wendts erneute Abwesenheit vor Gericht.

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Ein Kommentar zu „Reichsdiplomatin“: Berufung verworfen

  1. Andreas Walter sagt:

    Göttlich. Was würde ich darum geben, meine Vorstellung von ihr verfilmen zu dürfen. Für ein paar Minuten konnte ich beim lesen dieser Geschichte mal wieder so richtig herzlich lachen und schmunzeln, so wie leider nur noch selten in dieser trostlosen Welt. Ich habe eine ausgesprochene Schwäche für Menschen, die sich für ihren Glauben sogar von einem Panzer überrollen lassen würden, so lange sie selbst nicht in den Panzer steigen. Trotzdem sollte Tina sich schon mal daran gewöhnen, dass auch im Neuen Deutschland eine Fahrausbildung sinnvoll, wichtig, notwendig und deshalb unerlässlich ist. Ein Fahrzeug, liebe Tina, ist kein Spielzeug und nach einem ernsten Verkehrsunfall sollten Fahrzeug und Fahrer unbedingt ermittelt werden können. Deutsches Reich hin oder her, Anarchie möchte das deutsche Volk glaube ich nicht. Und auch seriöse und vernünftige Gerichte wird es im Neuen Deutschland geben, gerade auch damit nicht alles immer weiter aus dem Lot gerät. Diesen Punkt aber hat selbst die RAF nie ganz verstanden und darum auch ignoriert, woran sie letztendlich scheitern musste. Also bitte nie vergessen: Vieles ist schon richtig und sehr gut in Deutschland, so wie es ist. Es geht also nicht darum, jetzt alles erneut in Frage zu stellen, sondern „nur“ noch darum, schädliches abzustellen und die Dinge zu beseitigen, welche sich in den letzten 65 Jahren als nicht tauglich bewährt haben. Denn ein souveräner Staat entsteht von selbst, wenn seine Bewohner es selbst auch sind. Es hat ja schließlich einen Grund, warum sich so viele unserer Nachbarn vor uns Deutschen fürchten, und damit meine ich nicht den Holocaust. Wir haben denen im Krieg bewiesen wozu wir fähig sind, wenn man uns krumm kommt, und das möchte niemand noch mal erleben. Ausbeuten, missbrauchen und veräppeln aber sollten wir uns auch nicht lassen, und darum geht es ja wohl im Augenblick, und nicht um neue Namen für bereits vorhandene Dinge oder um PKW-Kennzeichen im neuen Design.
    Selbst alles was lediglich die „öffentliche Ordnung“ stört sollte man immer streng hinterfragen, weil sich das Brot das wir essen leider immer noch nicht von selbst backt. Natürlich ist es richtig, dass auch Deutschland mal wieder eine „neue“ Perspektive für die Zukunft braucht, aber dieses mal stehen nicht nur wir vor einer Wand. Die ganze westliche Welt hat sich da in etwas reingeritten … (sorry, ich werde gerade müde, muss jetzt schlafen und schau bestimmt mal wieder rein)

    Grüsse, Andreas

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