Der „Staat Germanitien“

Der „Staat Germanitien“ war kürzlich Gegenstand einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg. Im folgenden Beitrag wird zu beleuchten versucht, wer hinter „Germanitien“ steckt. Außerdem wird das Zwischenurteil des 3. Senats vom 19.04.2011 als lesenswert empfohlen.

Der Kommentar, der hier bei angereichert auf die Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg hinweist, ist schon etwas älter. Doch verdient dieses Zwischenurteil Beachtung, da es sich lesenswert, verständlich und ausführlich mit der „Argumentation“ der verschiedenen „Reichsregierungen“ und anderer vergleichbarer Gruppierungen befaßt.

Der „Staat Germanitien“

Die Zahl der verschiedenen „Reichsregierungen“ ist inzwischen nicht mehr überschaubar. Immer wieder entstehen neue Gruppierungen, welche die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als demokratisch verfaßten Rechtsstaat leugnen, stattdessen das „Deutsche Reich“ als existent ansehen oder einfach selbst irgendwelche „Staaten“ gründen. Ähnlich schnell verschwinden auch zahlreiche „Reichsregierungen“ wieder in der Versenkung.

Eine dieser Gruppierungen will im vergangenen Jahr einen „Staat“ gegründet haben. Dessen Name „Germanitien“ erinnert ein wenig an das „Fürstentum Germania„. Die Bürger „Germanitiens“ nennen sich „Germaniten“. Eine weitere Gruppierung (durchgeknallter) Querulanten also, die sich – aus welchen Gründen auch immer – aus der realen Welt verabschieden? Naja, jedenfalls immer dann, wenn es darum geht, Pflichten zu erfüllen, wie zum Beispiel Steuern zu bezahlen. Den Krankenversicherungsschutz oder Hartz IV zum Beispiel nimmt man selbstverständlich gerne mit. Hervorgegangen ist „Germanitien“ offenbar aus der „Ringvorsorge“, über die bei angereichert bereits berichtet wurde, zum Beispiel im Februar 2010 und im Dezember 2010.

Jörg Erdmannsky rührt die Werbetrommel

Einer, der für „Germanitien“ derzeit mächtig die Werbetrommel rührt, ist Jörg Erdmannsky. Erdmannsky schwimmt schon seit Jahren auf der „Reichswelle“, meiner bisherigen Einschätzung nach jedoch überwiegend als „Einzeltäter“.

Im Dezember 2010 gab es auf einschlägigen Internetseiten Berichte über seine Verhaftung. In einem Beitrag hieß es, Erdmannsky werde angeblich Volksverhetzung vorgeworfen. In einem anderen Beitrag war zu lesen, daß es vor der Verhaftung eine Hausdurchsuchung bei Erdmannsky gegeben habe, wobei der Eindruck entstand, daß Verhaftung und Hausdurchsuchung zwei unterschiedliche Verfahren betrafen: die Hausdurchsuchung schien wegen eines Ermittlungsverfahrens gegen Erdmannsky erfolgt zu sein, in dem ihm unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen wurde. Die Verhaftung schien demnach auf einen Haftbefehl in einem Verfahren wegen Beleidigung zurückgegangen zu sein. Sein „Rechtsbeistand“ soll damals der Rechtsextremist Axel Thiesmeier von der „Justizopferhilfe NRW“ gewesen sein. Thiesmeier (im Internet unter dem Pseudonym „Wolkenschieber“ bekannt) war auch im Dunstkreis der „Interim Partei Deutschland“ und beim „Rechtsnormen-Schutzverein“ aktiv.

Mindestens seit April 2011 befindet sich Erdmannsky wieder auf freiem Fuß. In ersten Verlautbarungen aus dieser Zeit schien es so, als sei er von der Idee der nicht existierenden Bundesrepublik Deutschland und dem stattdessen bestehenden Deutschen Reich geläutert. In einer E-Mail vom 29.04.2011 schrieb er beispielsweise:

Das ändert immer noch nichts an der Tatsache, daß die „BRD“ nach Staatssukzession gegründet wurde und somit völkerrechtlich anerkannt ist. (…) Es ist auch eine Tatsache, daß hier eine handvoll Gruppierungen seit 70 Jahren, also nicht seit 2 Minuten, daran rumhaspelt das deutsche Reich ins Leben zurück zu rufen, was überhaupt keiner haben will. (…) Bedeutet, wie ich leider auch in der Vergangenheit falsch verstanden habe, das deutsche Reich ist tot und nicht die „BRD“. (…) Ich sende dies in die Runde, weil seit mindestens 1985 eine bewußte Massenverblödung stattfindet, von der ich mich bis vor kurzem leider auch nicht freisprechen konnte.

In einer E-Mail vom 30.04.2011 wurde er sogar noch deutlicher:

Nochmal: Deutsches Reich, bleibt weg vom deutschen Volk. Ihr habt uns in mehr als 100 Jahren nur Schaden gebracht. Wir wollen euch nicht. Ihr könnt niemals irgend etwas Gutes vollbringen und wir, das deutsche Volk, haben keine Lust auf Versprechen oder sonst was. Geht weg von uns. Verschwindet. Laß uns in Ruhe und akzeptiert es ein für alle Male, das wir uns selber austauschen. Wieviel Brechreiz wollt ihr eigentlich noch ausnutzen. Und kapiert ein für alle Male, daß dies Völkerwille und somit Völkerrecht ist. Ende im Gelände. Deutsches Reich, Du bist hiermit in mindestens 25 Meter Tiefe, ohne Wiedergeburt, beerdigt und Bulldozer laßen wir auch noch drüber fahren, damit ihr bloß niemals wieder kommt.

Doch wer nun meinte, Erdmannsky wäre endlich mal so halbwegs in der Realität angekommen, hätte sich zum Beispiel vorgenommen, sich ausnahmsweise mal an Recht und Gesetz zu halten, der irrte, wie eine E-Mail vom 17.05.2011 verdeutlichte:

Nochmal zum Verständnis: In der „BRD“ kann jeder machen was er will. An Gesetze braucht sich keiner zu halten. Ein Rechtssystem gibt es nicht. Gibt es auf der ganzen Welt nicht. Ist leider so. Es unterliegt alles der Moral und der kosmischen Gesetzen. Der Mensch hat als kosmetische Operationen Gesetze erfunden, weil die absolut einfachen und umunstößlichen Gesetze der Natur wohl nicht begriffen werden?

Und am 19.05.2011 schrieb Erdmannsky:

Nochmal: Ich lehne Staat und menschliche Gesetzgebung ab. Ich brauche und will sie nicht. Denn sie ist Sch….. und funktioniert nicht. Ich habe mich immer und grundsätzlich der kosmischen Gesetzgebung unterworfen.

Was hat dies alles mit Germanitien zu tun, werden Sie sich vielleicht fragen.

Nun, obwohl Erdmannsky noch am 19.05.2011 „Staat und menschliche Gesetzgebung“ ablehnte, outete er sich in einer E-Mail vom 23.05.2011 plötzlich als Mitglied des Diplomatischen Stabs des „Staates Germanitien“.

Wer hat’s erfunden: Ringvorsorge oder Justizopferhilfe NRW?

In dieser E-Mail wird deutlich, daß wohl auch „Germanitien“ nicht das Paradies ist. Oder vielleicht gerade doch, weil es augenscheinlich schon wieder zwei „Staaten“ namens „Germanitien“ gibt/gab. Ein „Germanitien“, das offenbar auf die „Ringvorsorge“ von Ulrike Kuklinski zurück geht und ein „Germanitien“, das offenbar mit dem o.g. Axel Thiesmeier und der „Justizopferhilfe (JOH) NRW“ zusammenhängt. Dies kann man jedenfalls aus Erdmannskys Mail vom 23.05.2011 schließen, in der es u.a. heißt:

Die ekelhaften Verleumdungen und Verunglimpfungen, sowie dem Mißbrauch von Titel und Zeichen unseres Staates Germanitien durch die JOH, schaden dem ganzen Volk und verletzten im schärfsten Maße die Menschenrechte. Vor allem sei hier erwähnt, das Germanitien die UN Resolution 217 A (III) als Verfassung hat. Alle Teilnehmer der Ringvorsorge sind und werden davon betroffen. (…) Axel Thiesmeyer hat auch nichts mit Germanitien oder der Ringvorsorge zu tun. Hier wird nicht nur gegen einen Staat vorgegangen, sondern gegen die Menschenrechte und vor allem gegen die UN. Als Diplomat des Staates Germanitien, bitte ich daher Betroffene von dem beiliegenden Anhang an die angegebene Adresse  Gebrauch zu machen, um diesen Verunglimpfungen ein Ende zu bereiten. (…) Ulrike Kuklinski hat die Ringvorsorge ins Leben gerufen und mit der Gründung von Germanitien diesen Erfolg weitergeführt. Auch ich habe mich nach einem ausführlichen Gespräche und richtig gestellten Informationen davon überzeugen können. Deshalb habe ich mich voll solidarisch erklärt und sehe es nun als meine mir selbst auferlegte Verpflichtung an, Uschi bei dem Fortbestand von Germanitien im vollen Umfang zu unterstützen und zu schützen. Dies im Interesse aller, die der Ringvorsorge angehören und noch Staatsbürger von Germanitien werden möchten.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die „JOH NRW“ die Urheberschaft für „Germanitien“ offenbar für sich in Anspruch nimmt.

Inzwischen wirbt Jörg Erdmannsky auch für einen „Germanitien Shop“ auf seiner Internetseite und veröffentlicht eine Stellenausschreibung, mit der „eine kompetente
Person“ gesucht wird, „die sich mit Recherchen im Internet auskennt“. Zur Bezahlung heißt es:

Da die Beantragung der Fördergelder zur Zeit noch läuft, ist diese Aufgabe im Moment noch ehrenamtlich. Wird aber zu einem gegebenen Zeitpunkt in einen Vollzeitjob umgewandelt.

Aber klar doch.

Germanitien in der Presse

Selbst die böse „Systempresse“ hat den „Staat Germanitien“ schon entdeckt. Am 25.06.2011 berichtete die Südwest Presse unter der Überschrift „Geflohen nach Germanitien“ über den „Mikrostaat“.

Die Autorin Sabine Graser-Kühnle zeigt sich dabei erschreckend naiv und erweckt den Eindruck, als nehme sie der „germanitische(n) Staatssekretärin für Inneres, Amira Sigler“ und dem „Finanzminister Claudio DeDio Ragusa“ deren Geschwurbel über „friedliches Zusammenleben“ und eine angeblich mögliche Anerkennung durch die Vereinten Nationen tatsächlich ab. So entsteht der Eindruck, bei den Germaniten handele es sich um eine ernstzunehmende Hilfsorganisation für Menschen, denen angebliche Behörden- und Justizwillkür das Leben schwer mache. Selbst die Behauptung angeblicher „Menschenrechtsverletzungen“ übernimmt die Autorin kritiklos. Ja, sie scheint regelrecht begeistert, wenn sie schreibt:

Doch die Germaniter schimpften nicht nur, sie gründeten am 4. Dezember vergangenen Jahres ihren eigenen Staat mit Ulrike Maria Kuklinski als Präsidentin.

Beim zweiten Text zu „Germanitien“ mit der Überschrift „Wer Germanit werden will, muss nicht bei Ringvorsorge sein“ fehlt dann eigentlich nur noch ein Abdruck des Mitgliedsantrags.

Dagegen ist die Berichterstattung der BILD echter Qualitätsjournalismus!

Die Schwäbische Zeitung Online veröffentlichte bereits am 09.05.2011 einen Beitrag über „Germanitien“. In diesem Artikel kam wenigstens auch ein Behördenvertreter zu Wort. Hier erfuhr man zudem, daß der oben erwähnte Jörg Erdmannsky auch die „Verfassung“ des angeblichen Staates entworfen habe. 30 Artikel umfasse sie. Doch auch in der Schwäbischen Zeitung wurden die Behauptungen der „Germantiten“ unkritisch wiedergegeben. So blieb beipielsweise die Behauptung im Raum, in der Bundesrepublik Deutschland werden „Menschenrechte mit Füßen getreten“.

Die Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg

Im Verfahren vor dem Finanzgericht Hamburg (3 K 6/11) wendet sich ein Kläger gegen Bescheide des Finanzamts, die nach einer Betriebsprüfung ergangen sind. Der Kläger trägt vor, daß er neben der „Ringvorsorge“ auch „dem Staatsvolk und der Weltanschauungsgemeinschaft der ‚Germaniten‘ des Staates ‚Germanitien‘ angehöre und deshalb die Finanzgerichtsordnung (FGO) sowie die verfahrens- und steuerrechtlichen Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland bei ihm als exterritorialer Person nicht anzuwenden seien; außerdem schlage sich die Immunität eines Staates in der persönlichen Immunität seiner Diplomaten nieder“.

Neben Behauptungen wie: „Die Abgabenordnung (AO) ist wegen Verstoßes gegen das Zitiergebot des Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG nichtig“ trägt der Kläger auch zur Entstehungsgeschichte „Germanitiens“ vor.

Das „Volk der Germaniten“ sei per Urkunde vom 07.01.2011 durch die „Ringvorsorgegemeinschaft“ gegründet worden. Die Existenz des Staatsvolks der Germaniten sei  unter dem 25.03.2010 den Vereinten Nationen mitgeteilt worden. Zudem sei am 09.04.2010 die „Bestätigung der Proklamation Germanitiens“ an die Vereinten Nationen erfolgt.

Wie so häufig in diesen Kreisen zu beobachten, war der Kläger zwar ganz toll darin, seitenlange Pamphlete ans Gericht zu schicken. Zur mündlichen Verhandlung am 19.04.2011 erschien er jedoch nicht.

Das Zwischenurteil des Finanzgerichts Hamburg setzt sich in bewundernswerter Ausführlichkeit und Verständlichkeit mit dem Ausdünstungen des Klägers zur Rechtslage auseinander. Es kann daher nur jedem zur Lektüre empfohlen werden. Leider werden es diejenigen, die es meisten interessieren sollte, trotzdem nicht verstehen können/wollen.

Zunächst geht es um die Frage des anzuwendenden Rechts und dabei um die Existenz und die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland. Zum „Deutschen Reich“ heißt es in der Entscheidung:

Ebenso wie es nur die vorgenannte eine deutsche Staatsangehörigkeit gibt, besteht neben dem Staat Bundesrepublik Deutschland weder das Deutsche Reich noch ein anderer deutscher Staat; sondern die Bundesrepublik Deutschland ist der gegenwärtige deutsche Staat und so mit dem im Jahre 1871 als Deutsches Reich gegründeten Staat Deutschland identisch bzw. im Hinblick auf die räumliche Ausdehnung teilidentisch (vgl. Hessisches FG vom 22. September 2010 6 K 134/08, Juris; vom 12. Dezember 2002 1 K 2474/02, Juris; FG Hamburg vom 9. Oktober 2009 2 K 169/08, Juris; BVerfG vom 31. Juli 1973 2 BvF 1/73 BVerfGE 36, 1 zum deutsch-deutschen Grundlagenvertrag m.w.N.; ständ. Rspr.).

Und gleich darauf äußert sich das Finanzgericht zur angeblichen Gründung eines „Staates Germanitien“ mit folgenden eindeutigen Worten:

Dementsprechend gibt es auch weder ein Staatsvolk der „Germaniten“ noch einen Staat „Germanitien“. Durch einige Unterschriften auf einer so bezeichneten Gründungsurkunde und durch eine angeblich an die Vereinten Nationen gesandte Proklamation ergibt sich noch kein Staatsvolk und mangels Staatsgebiet und darauf ausgeübter Staatsgewalt erst recht noch kein Staat (vgl. zu den drei Elementen des Staatsbegriffs oben 1 b), ganz abgesehen von jeglicher internationaler Anerkennung (vgl. oben 1 c).

Zudem befaßt sich das Gericht mit der Frage, ob es sich bei „Germanitien“ um eine „Weltanschauungsgemeinschaft“ handele, wie ja auch in den beiden o.g. Presseberichten unreflektiert verbreitet wird.

Als Weltanschauungsgemeinschaft versteht man laut Wikipedia „Gemeinschaften, die sich die Pflege einer nichtreligiösen Weltanschauung zur Aufgabe gemacht haben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Weltanschauungsgemeinschaft in Deutschland den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten (sog. Körperschaftsstatus)“. Als „Weltanschauungsgemeinschaft“ besäße „Germanitien“ also besondere Rechte.

Doch das Finanzgericht Hamburg äußert sich auch hier eindeutig:

Auf den Rechtsstatus einer Weltanschauungsgemeinschaft und die durch Art. 140 GG inkorporierten Art. 136, 137, 138, 139 und 141 WRV kommt es im Streitfall schon deswegen nicht an, weil die vorgetragene Behauptung einer Weltanschauungsgemeinschaft nicht substantiiert und dafür auch sonst nichts ersichtlich ist.

Weiterhin finden sich im Zwischenurteil einige klärende Ausführungen zu der – nicht nur in „Reichskreisen“ – verbreiteten Behauptung, die Abgabenordnung sei wegen Verstoßes gegen das Zitiergebot nichtig.

Daß das Gericht trotz der sinnlosen und nervenden „Argumente“ des Klägers bei der Urteilsfindung offenbar nicht ganz die Freude an der Arbeit verloren hat, scheinen Formulierungen wie die folgenden zu belegen:

Davon abgesehen betraf das in der Klage angeführte amerikanische Besatzungsrecht (SHAEF Gesetz Nr. 52) ohnehin nicht Hamburg; denn Hamburg gehörte zur britischen Besatzungszone.

und

Der Begriff „Germanit“ bezeichnet vielmehr ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze (Wikipedia).

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7 Kommentare zu Der „Staat Germanitien“

  1. ...nur im vorübergehen... sagt:

    Klasse Artikel – man wird allerdings das Verstehen des Urteils auf ein „nicht können“ beschränken können.

    Allerdings, vielleicht bekomme ich eine Erklärung dafür, fällt mir Fehler im Urteil auf, der sicherlich zu einer weiteren ewigen Schleife bei den Germanitiden führen wird.

    Unter Tatbestand 7 und 8 findet sich folgender Text

    Zur mündlichen Verhandlung am 19. April 2001 sind der Kläger gemäß Postzustellungsurkunde vom 25. Februar 2011 und das FA gegen Empfangsbekenntnis vom 25. Februar 2011 geladen worden, und zwar jeweils mit dem Hinweis, dass beim Ausbleiben eines Beteiligten auch ohne ihn verhandelt und entschieden werden kann (FG-A Bl. 52 ff, 57, 54).

    8 Mit Schreiben vom 15. April 2004 hat das Gericht auf die Möglichkeit eines Zwischenurteils hingewiesen, und zwar zu den Vorfragen der Staatsgewalt, der Verwaltungszuständigkeit und der Jurisdiktion der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den sich als Staatsvolk bezeichnenden Germaniten (FG-A Bl. 74). Die Beteiligten haben nicht widersprochen.

    Eine Verhandlung im Jahr 2001, zu der im Jahr 2011 geladen wurde und im Jahr 2004 auf die Möglichkeit eines Zwischenurteils hingewiesen wurde?

    Die Tippsen bei den Gerichten sollten vielleicht auch mal überlegen, ob die Sachen die sie tippen überhaupt so einen Sinn ergeben können und dann entweder nochmal richtig hinhören, nachfragen oder verbessern.
    Auch für Richter wäre es gut, wenn sie die Sachen nochmal richtig durchlesen würden – solche Dinge führen leider immer wieder zu eben den Wahnvorstellungen, die bei den Herrschaften vorhanden sind.

  2. Benatrevqre sagt:

    Hat nicht lange gedauert, da haben es die Reichsideologen und SHAEFchen-Hirten schon aufgegriffen und rotzen in krankhaft-wahnhafter Manier ihren hanebüchenen Unsinn an die virtuelle Klowand des Internets:

    http://alexanderplatz1berlin.wordpress.com/2011/07/13/the-rocky-horror-picture-show-heute-das-finanzgericht-hamburg-3-senat-zwischenurteil-vom-19-04-2011-3-k-611/

  3. Karl sagt:

    Na da haben sich ja die richtigen getroffen, Super.
    Wenn man schon über Gesetze, Staaten, Recht und Ordnung schreibt, sollte man auch Wissen was man schreibt.
    Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben, die wird sich ja doch durchsetzen.
    Es gibt das Völkerrecht es gibt die Menschenrechte..und.. wer hält sich daran??
    es gibt die Naturgesetze und keiner will diese Wissen oder kann sie nicht verstehen.
    Hört endlich auf gegen einander zu sein, sondern fragt doch mal, warum hat der andere diese Gedanken.
    Denn im Grunde ist jeder Mensch gut und Gerecht.
    Was die Umstände aus den Menschen machen ist eine andere sache.
    Miteinander können wir was bewegen, hört auf immer nur gegen etwas zu sein.
    Gruß
    Karl

  4. Benatrevqre sagt:

    @Karl: Warum sollte uns interessieren, weshalb ein offensichtlicher gestörter Mensch irgendwelche schwachsinnigen Gedanken hat?! Also ehrlich gesagt interessiert das doch recht wenig. In der Regel sind die meisten Probleme doch ohnehin hausgemacht, sprich: jene Spinner, die auf die ganze „Reichs-Chose“ abfahren und den ideologisch verblendeten Dünnpfiff glauben oder sich zu eigen machen, haben entweder in der Tat gravierende seelische Defizite oder sie sind in anderer Hinsicht – sozial, familiär oder finanziell – gescheitert und versuchen nun, die Schuld dem achso pöhsen, pöhsen Staat zu geben (sei es auch nur, wenn in absurder und abstruser Weise dessen Existenz geleugnet wird oder sich jene hanebüchene und wirre Geschichten ausdenken)… denn irgendwer – nur nicht man selbst – muss ja verantwortlich für die eigene mieserable Lage sein.
    Was auch merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass diese ganze Geschichtsklitterung und juristisch abwegige Blödsinn bei den Deutschen im Osten öfters auf Nährboden trifft als im Westen. Mag sein, dass dort nach der Wiedervereinigung prozentual mehr Hoffnungen den Bach runtergingen, doch auch dass ist sicherlich kein Grund, jeden erdenklichen Scheissdreck auf YouTube & Co. oder auf zwielichtigen bis rechtsextremistischen Blogs im Internet aufzugreifen und blauäugig darauf abzufahren.

  5. Schröder Barbara sagt:

    Zu Benatrevqre: Endlich sagt mal jemand, was Sache ist! Das war schon lange nötig, und er (sie?) hat die Sache auf den Punkt gebracht. Danke!

  6. kairo sagt:

    ZITAT: „‚Germanitien‘-Spam gelöscht.“ ENDE

    Die UN weiß garantiert nichts von diesem Phantasieprodukt, andernfalls wäre ich für einen Beleg dankbar. Es steht ihr auch nicht zu, Staaten zu gründen oder dies zu genehmigen. Außerdem braucht ein Staat überhaupt keine legale Grundlage für seine Existenz, er existiert rein faktisch. Es würde dem Prinzip der Souveränität widersprechen, wenn jemand ihm das erst erlauben müsste.

    Sorry, kairo, den „Germanitien“-Sprechdurchfall-Spam, auf den Du Duich beziehst, habe ich gelöscht.
    Frank Schmidt

  7. Mathias Schwabe sagt:

    Herr Erdmansky leidet vermutlich unter einem sehr schweren geistigen Defekt, er benötigt meiner Wahrnehmung nach, ganz dringend kompetente fachärztliche Hilfe! Früher hielt ich ihn für einen harmlosen Verirrten, seit er mir aber erklärte, nicht Essen zu benötigen, da er nur von Licht leben könne, zweifelte ich absolut an seinem Verstand! Es hat mich auch immer befremdet, dass jemand auf Kosten des Staates lebt, den er als illegal und nicht existent bezeichnet! Fakt ist, Herr Erdmansky schnorrt und schmarotzt sich seit Jahren bei hilfsbereiten Mitmenschen durch und hinterlässt, jedes mal und ausnahmslos anschließend, verbrannte Erde! Jedes mal hat er keine Schuld, denn immer sind die Andern selber Schuld! Ja da ist was dran, diejenigen denen er Leid tat und die versuchen ihm helfend unter die Arme zu griffen, auch ich gehöre dazu, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, wusste er nicht wo er hin konnte, bei den hilfsbereiten Menschen bei denen er vor seiner Verhaftung Unterschlupf gefunden hatte, wollte man ihn auf keinen Fall zurück haben, sie hatten ihm sein wenig Hab und Gut draußen auf die Straße gestellt da sie keinen Kontakt zu ihm mehr wünschten. Da nahmen ich und Toni von Lerchenfeld ihn eben abwechselnd, (geplant war kurz und vorübergehend) auf, während der Woche war er dann bei mir, am Wochenende bei Toni, da meine Frau die immer übers Wochenende da war, ihn wegen seiner merkwürdig verwirrten und spannerhaften Art nicht besonders mochte! Wir sind schon selber schuld, da wir sehr bald merkten, dass vieles an ihm nicht echt und ehrlich war. Aber die Hoffnung stirbt ganz zum Schluss und wir dachten, ihn vielleicht doch noch auf den rechten Weg zurückbringen zu können. Das war leider ein Irrtum! Auf die Ver- Kriminalisierung von mir und Toni wie auch allen Anderen die ihm in der Vergangenheit geholfen haben, gehe ich gar nicht erst näher ein, da sie ausnahmslos und in allen Fällen gänzlich aus der Luft gegriffen (dicke Lügen und verdrehte Halbwahrheiten)und seiner kranken Phantasie entsprungen sind! Wir haben uns gut überlegt, ob wir strafrechtlich gegen Erdmansky vorgehen sollen, haben es aber verworfen, da unserer persönlichen Meinung, sein Krankheitsbild sich von jeder möglichen Aufmerksamkeit die man ihm zuteil werden lässt, im positiven wie auch im Negativen ernährt und wir seinen Exzessen auf keinem Fall Vorschub leisten wollen! Uns tut Erdmansky sehr, sehr Leid und wollen nicht diejenigen sein die ihm noch den letzten Rest geben, das wird er bald und sicher selbst besorgen! Allen anderen Betroffenen und Geschädigten rate ich dringend, ihn künftig gänzlich zu ignorieren, auf nichts aber auch auf gar nichts mehr zu reagieren, vielleicht trocknet sich seine so verzweifelt nach Anerkennung und Beachtung schreiende kranke Psyche dann von selbst aus! Möglicherweise hätte er dann die Einsicht und Möglichkeit, sein verrutschtes Leben wieder aufs gerade Gleis zu bringen und in ein ordentliches Leben zu finden, bei dem er nicht mehr Anderen auf der Tasche liegen muss!

    gezeichnet Martin Rodriguez,

    Da ich hinter jedem Satz stehe den ich hier publiziert habe, stehe ich auch jedermann der Fragen dazu hat, zu einem kurzen Telefongespräch zur Verfügung! 0731 708 4300

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